Götter und Mythen in der Antike
Ausgewählte Antiken der Sammlung Nachtmann Kabinettausstellung (gefördert mit Unterstützung des Förderkreis Historisches Museum im Marstall)
Das Historische Museum im Marstall in Schloß Neuhaus zeigte ausgewählte Beispiele griechischer und römischer Kunst aus der Sammlung Nachtmann. Das Verbindende all dieser Objekte ist, dass sie Götterbilder aufweisen. Rund einhundert Werke, von der Bronze- oder Tonstatuette bis zum Marmorkopf veranschaulichten die Welt der Götter und Mythen.
Die einst als unsterblich geltenden Götter sind längst dem Christentum gewichen. Für viele sind Zeus, Apollon, Artemis und Athena und Co zum musealen Präsentationsgut geworden. In verstaubten Vitrinen fristen sie ihr kümmerliches Dasein und warten darauf, von den Besuchern wahrgenommen zu werden.
Die erfolgreiche Arbeit der Stadtarchäologie Paderborn und auch die erkenntnisreichen Ausgrabungen im Balhorner Feld haben bereits viele für die Archäologie sensibilisiert. Hier kamen zahlreiche römische Importe aus den ersten nachchristlichen Jahrhunderten zu Tage. Nicht zuletzt liegt mit Anreppen auch eines der Römerlager in unmittelbarer Nähe.
Große Ausstellungen wie die Karolinger Ausstellung im Jahre 1999 "799-Kunst und Kultur der Karolingerzeit" oder auch die Präsentation der Arbeiten von Antonius Eisenhoit und seiner Zeit im Jahr 2003 haben immer wieder auf das kulturelle Erbe des griechisch-römischen Altertums Bezug genommen.
Die Ausstellung "Antike Götter und Mythen - Ausgewählte Antiken der Sammlung Nachtmann" im Historischen Museum im Marstall eröffnete einen ganz anderen und für viele vielleicht auch neuen Zugang zur Welt der Mythologie. Zahlreiche Statuetten aus Bronze und Ton zeigen die Götter in ihrer vollen Gestalt mit ihren göttlichen Attributen. Aber auch auf Tonlampen Wagenbeschlägen und in der Vasenmalerei erscheinen die alten Götter. Die gezeigten Objekte stammen aus einem Zeitraum vom 4. Jh. v. Chr. bis zum 4. Jh. n. Chr. und geben einen allgemeinen Überblick über das griechisch-römische Kunsthandwerk. Ergänzt wurden die Ausstellungsstücke durch ausgewählte Exemplare der römischen Münzprägung.
Vielen sind die Namen der alten Götter noch bekannt. Ihre Funktion oder aber die ruhmreichen Taten der unzähligen Halbgötter und Helden stehen nicht mehr auf den Lehrplänen der Schulen. Der aufmerksame Beobachter konnte jedoch feststellen, dass nicht nur die Namen der einstmals hoch geschätzten Götter im täglichen Leben präsent sind. So betrachtet sind die Götter und Heroen des Altertums allgegenwärtig und sind nicht zuletzt in unserer Phantasie tatsächlich unsterblich.
Downloads:
- Flyer Götter und Mythen (PDF-Datei, 266,33 KB)
- Verziert mit alten Göttern (WV, 06.05.04) (JPEG-Datei, 0,97 MB)
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