Ortsgeschichte
Das Historische Museum zeigt die wichtigsten Stufen der Entstehung des Paderborner Stadtteils Schloß Neuhaus von der Vor- und Frühgeschichte bis zur heutigen Zeit.
Die Darstellung der Themen erfolgt systematisch und nicht chronologisch. Sie erlaubt dem interessierten Besucher, sich auch ohne Vorkenntnisse Einblick zu verschaffen in Politik und Kirche, Geistesgeschichte, Wirtschaft und Soziales in Neuhaus.
Den Kern der Ausstellung bildet eine Reihe historischer Dokumente, Kunstwerke und volkskundlicher Objekte. Sie werden begleitet und erläutert von Text und Grafik. Modelle, Videoeinrichtungen sowie Inszenierungen in Ton und Bild illustrieren auf unterhaltsame und anschauliche Weise einige Aspekte der Neuhäuser Geschichte.
Zahlreiche archäologische Funde aus der Vor- und Frühgeschichte weisen auf eine sehr frühe Besiedlung des Raumes Neuhaus hin.
Aus der römischen Kaiserzeit im 3./4. Jahrhundert stammen Funde und Siedlungsspuren aus der ehemaligen Tongrube Immig zwischen Neuhaus und Paderborn.
Wegen ständiger Unruhen in Paderborn wurde die bischöfliche Residenz im 13. Jahrhundert nach Neuhaus verlegt. Im Schutz der Residenz entstand nun die Minderstadt (Flecken) Neuhaus. Den Mittelpunkt des Residenzortes bildete die ursprüngliche St. Ulrichkirche - seit 1665 St. Heinrich und Kunigunde -, die auf dem Gelände des ehemaligen Haupthofes Neuhaus errichtet wurde.
Das Ende des zweiten Weltkriegs brachte auch für den Ort Neuhaus viele Veränderungen. Britische Streitkräfte zogen in die Schlosskaserne ein und prägten nun das Ortsbild. Erst im Jahre 1957 konnten die Neuhäuser über das freie Schloss verfügen. In diesem Jahr wurde der Ortsname in Schloß Neuhaus geändert.
