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Ansprache Bürgermeister Paus zur Stadioneröffnung (20.07.2008)

Ansprache des Paderborner Bürgermeisters Heinz Paus

20.07.2008

Sehr geehrte Ehrengäste,
liebe Sportfreunde,

diesen Tag habe ich, haben wir lange, viel zu lange herbeisehnen müssen. Ein Traum, eine Vision wird endlich Realität.
Ein weiter, oft steiniger und mühsamer Weg liegt hinter uns.
Jahrzehnte wurde am Provisorium Hermann-Löns-Stadion herumgedoktert, ein Fass ohne Boden. Deshalb hat auf meinen Vorschlag der Rat mit den Beschlüssen über eine Machbarkeitsstudie, mit dem Votum zur Verwendung der Stadtwerkeerlöse, mit dem Standortgutachten die Weichen für einen Neubau gestellt.
Verein, Stadion Gesellschaft und Stadt konnten eine überzeugende, kostengünstige und attraktive Lösung abstimmen, die auf einmütigen Vorschlag der Verwaltung vom Rat einstimmig im Juni 2005 beschlossen wurde: Ein Standort im direkten Einzugsbereich von Elsen, Schloß Neuhaus und der Kernstadt.
Zunächst lief alles glatt, auch das Verwaltungsgericht Minden akzeptierte unsere ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösung weitgehend. Dann kam der schwarze Freitag, der 15.11.2005: Baustopp, wir mussten die Konzeption komplett überarbeiten, vor allem für ein Stellplatzangebot sorgen, das so kaum ein Stadion in Deutschland hat; das bedeutete: neuer Masterplan, zusätzliche Grundstücksverhandlungen, neuer Bebauungsplan, eine neue Finanzierungsvereinbarung.
Wir haben die Herausforderung angenommen, uns nicht unterkriegen lassen.
Auch wenn über letzte Klagen noch nicht endgültig entschieden ist: Wir haben es geschafft. Das Stadion steht. Eine attraktive, moderne Spielstätte mit optimaler Infrastruktur, ein enormer Gewinn für die Sportstadt Paderborn, ein Meilenstein für unser Paderborn. Damit unterstreichen wir den Anspruch, Oberzentrum zu sein.
Ein schöner Tag, das wollen wir nicht nur heute, das wollen wir auch beim anstehenden Liborifest ausgiebig feiern.

Ich darf allen danken, die dieses Geschenk für die Paderbornerinnen und Paderborner ermöglicht haben.
Mein Dank gilt selbstverständlich zunächst dem Rat, der sich immer wieder mit diesem Projekt beschäftigen musste.
Dabei danke ich in besonderer Weise der Mehrheitsfraktion, die auch auf schwierigsten Wegstrecken nicht von meiner Seite gewichen ist und die bei den entscheidenden Abstimmungen der letzten Monate oft weitgehend alleine Verantwortung tragen musste.
Heute kann ich Detlef Klaholt-Heiermeyer und Daniel Sieveke, die das immer wieder öffentlich eingefordert haben, Vollzug melden: Der über den Haushalt bewilligte Finanzrahmen wird deutlich unterschritten.
Ich danke allen, die mit mir in der Verwaltung immer an die Realisierung des Projektes geglaubt haben, die sich nicht von Häme, verletzender Kritik haben unterkriegen lassen und die der Realisierung dieses Projektes zu ihrem persönlichen Thema gemacht haben. Stellvertretend nenne ich die Mitglieder der Stadionrunde unter der Leitung des Sportdezernenten Wolfgang Walter. Ein herzliches Dankeschön für den unermüdlichen Einsatz.
In besonderer Weise möchte ich mich bei allen bedanken, die auf Seiten des Vereins, der Stadion Gesellschaft das Fundament für dieses Projekt gelegt haben, beim Vorstand des Vereins, bei den Sponsoren, die auch in schwierigen Zeiten zur Stange gehalten haben, aber auch bei den Verhandlungspartnern aus der Stadion Gesellschaft für ein faires, sicherlich oft auch hartes und kritisches Miteinander, bei dem wir uns aber am Ende nie haben auseinandervidieren lassen.
Ein ganz herzliches Dankeschön der Paderborner Bürgerschaft gilt Ihnen, lieber Wilfried Finke, dem erfolgreichen Paderborner Unternehmer, ohne dessen enormes Engagement es dieses tolle Stadion, Spitzenfußball in Paderborn nicht geben würde. Lieber Herr Finke, Sie leisten damit einen großen Beitrag zur Attraktivität ihrer Heimatstadt.
Mein Dank gilt den Bauunternehmen und ihren Mitarbeitern, die mit hoher Flexibilität die Klippen umschifft haben, die sich bei diesem Projekt ergaben und die mit viel Geduld und Entgegenkommen agiert haben.

Ich gratuliere uns allen zu dieser idealen neuen Sport- und Begegnungsstätte, um die wir von vielen weit über die Region hinaus beneidet werden.
Ich gratuliere besonders der Fa. Bremer und speziell Dir, lieber Josef Ellebracht, zu der in jeder Beziehung gelungenen Architektur, zu diesem Schmuckstück, das hoffentlich zu einem Paderborner Exportschlager wird.

Meine abschließenden Wünsche:
Es entspricht guter Paderborner Tradition, bedeutende Einrichtungen unter Gottes Segen zu stellen. Den können wir bei diesem Projekt, das zeitweise unter keinem guten Stern stand, gut gebrauchen.
Ich wünsche, dass dieses Stadion noch mehr Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu Freunden des SC, zu ständigen Besuchern der Heimspiele unserer Mannschaft machen wird.
Ich hoffe, dass es uns nach und nach gelingt, die Basis dafür zu schaffen, dass dieses Stadion auch über den reinen Fußballsport hinaus als Stätte der Begegnung für unterschiedliche Veranstaltungen den Bürgern Heimstatt geben kann.
Wir wünschen uns alle, dass mit diesen idealen Rahmenbedingungen unser junges Team, das in den Vorbereitungsspielen so nachhaltig überzeugen konnte, den entscheidenden Pusch für den sportlichen Erfolg erhält, den wir uns alle wünschen.
Abschließend wünsche ich mir, dass es in den nächsten Jahren in der Stadt häufig heißen wird: Das Stadion ist - wie heute - ausverkauft.

Ihnen allen wünsche ich heute eine tolle Einweihungsfeier und ein fröhliches und spannendes Fußballfest.