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Stadt Paderborn und Paderborner Stadion Gesellschaft zum Stadionneubau (02.12.05)

Stadion fit machen - Anwohner entlasten

02.12.2005
Paderborn. Den Stadionneubau schnellstmöglich fortzusetzen und dabei die berechtigten Interessen der Anwohner beachten - das sind die Ziele, die Stadt Paderborn und die Paderborner Stadion Gesellschaft (PSG) verfolgen.

Nur zwei Wochen nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster die Baugenehmigung außer Vollzug gesetzt hatte, hat jetzt die Stadt Paderborn neue Alternativen für die Erschließung und die Stellplätze vorgelegt. »Damit würde nicht nur die vom Gericht geforderte Zahl an Stellplätzen in unmittelbarer Nähe des Stadions geschaffen, sondern, und das ist uns ganz wichtig, die unmittelbaren Anlieger deutlich entlastet«, so Bürgermeister Heinz Paus. Er stellte die neue Erschließung am Freitag dem Anwalt der Kläger, den Anwohnern am neuen Stadion an der Paderborner Straße, der PSG und den Medien vor.

Der Anwalt der Kläger, Rechtsanwalt Loriz, bewertete das Gespräch als sehr konstruktiv, sachlich und offen. Er sagte zu, gemeinsam mit seinen Mandanten die neuen Alternativen auf ihre Nachbarverträglichkeit zu prüfen. Die PSG, die mit SCP-Präsident Wilfried Finke, Klaus Dieter Frers, Vorstandsvorsitzender des Namenssponsors paragon AG, Josef Ellebracht, Vorstand des Generalunternehmers Bremer AG, PSG-Geschäftsführer Martin Hornberger und Anwalt Hansjörg Tamoj an dem Gespräch teilnahm, begrüßte die von der Stadt vorgelegte Lösung und dankte ausdrücklich den Fachleuten der Verwaltung für die intensive Arbeit. »Die PSG hält diesen Weg für gangbar und sieht darin die Möglichkeit für einen zügigen Weiterbau des Stadions. Wir werden die Stadt bei der Umsetzung der jetzt geplanten Alternative unterstützen«, so Geschäftsführer Martin Hornberger.

Die neue Erschließung sieht vor, dass in einzelnen Schritten die Zahl der Parkplätze auf planungsrechtlich gesicherten Flächen erhöht wird. In einem ersten sollen insgesamt 3.350 Stellplätze zur Verfügung stehen. Das sind etwa 1.300 Plätze auf städtischen Flächen östlich des Stadions im Gewerbegebiet Hoppenhof, die über die Straße Stedener Feld mit direktem Anschluss an den Heinz-Nixdorf-Ring erschlossen werden. Hinzu kommen 1.100 Stellplätze direkt am Stadion, 200 Stellplätze an der Kreuzung Heinz-Nixdorf-Ring/Fürstenweg und 750 Plätze auf dem Park&Ride-Parkplatz Merschweg, die per Pendeldienst angeschlossen werden. Straßen- und Kreuzungspunkte können, so die Einschätzung der Verwaltung, diese Verkehrsmengen aufnehmen. Würde man die Zuschauer berücksichtigen, die auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zurückgreifen, könnten 13.130 Zuschauer das Stadion besuchen. Die maximale Stadionkapazität von etwa 15.000 Besuchern könnte ohne den Bau zusätzlicher Parkplätze in einem nächsten Schritt erreicht werden.

Im Weiteren soll mit der Überarbeitung der entsprechenden Bebauungspläne eine unabhängige Erschließung der »paragon-arena« nördlich der Paderborner Straße rechtlich abgesichert werden.

Die Verwaltung hat ein entsprechendes Gutachten zum Lärmschutz in Auftrag gegeben und wird weitere Gespräche mit den Grundstückseigentümern und den Anwohnern führen. »Wir wollen mit einem Anwohnerbeirat ein Gremium einrichten, in dem die Interessen der Menschen vor Ort dauerhaft Gehör finden«, so Wolfgang Walter, Beigeordneter der Stadt Paderborn. Mit großräumigen Parkverbotsregelungen rund um das Stadion, verstärkten Kontrollen und einem Bereitschaftsdienst von Abschleppunternehmen will die Stadt von Anfang an für einen ordnungsgemäßen Ablauf bei den Spielen sorgen.

In einer ersten Stellungnahme hat die Polizei die Neuordnung der Parkraumerschließung begrüßt.