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Stadion langfristig sichern (31.03.06)

Stadion langfristig sichern

31.03.2006
Paderborn (IP). Der Rat der Stadt Paderborn stimmte am Donnerstagabend einer vorläufigen Lösung der Stadionproblematik zu. Außerdem beschloss er das städtebauliche Entwicklungskonzept "Almeaue-Hoppenhof" (Masterplan) und fasste den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. SN 260 für das Gebiet zwischen Alme, B 1, Heinz-Nixdorf-Ring und Paderborner Straße. Damit stellte er langfristig die Weichen für das Stadion an diesem Standort. Der Bereich gewinnt dadurch für weitere städtebauliche Projekte an Attraktivität. Gleichzeitig stellte er ein Ultimatum. Die Verwaltung müsse bis zum 30. April die Verhandlungen mit den Stadionklägern der Paderborner Straße abgeschlossen haben.

Die vorläufige Lösung der Stadionproblematik sieht vor, dass bei Rücknahme der Klagen gegen das Projekt kurzfristig weitergebaut werden kann. Bisher haben die Kläger ihre Klagen jedoch noch nicht zurückgenommen, obwohl in wesentlichen Punkten bereits ein Konsens erzielt wurde. Außerdem soll bei dieser vorläufigen Lösung mit einem Parkhaus und provisorisch angelegten Parkplätzen in unmittelbarer Nähe sowie weiterer Parkflächen kurzfristig eine für das Stadion ausreichende Zahl an Stellplätzen geschaffen werden. Vorteil dieser Lösung (Kosten etwa 4,3 Millionen Euro) wäre nicht nur ein rascher Weiterbau des Stadions, sondern auch die Möglichkeit, Investitionen wie das Parkhaus für die dauerhafte Lösung der Stadionproblematik (Masterplan) und für weitere städtische und private Investitionsvorhaben verwenden zu können.

Der so genannte Masterplan "Almeaue-Hoppenhof" sieht eine völlig neue Erschließung des Gebietes über eine Stadionallee und eine Abfahrt von der B 1 vor. Neben den knapp 1200 am Stadion vorhandenen Stellplätzen sollen in dem Areal im Endausbau noch etwa 2.900 Parkplätze geschaffen werden, so dass mehr als 4.000 Plätze dort zur Verfügung stehen werden. Hinzu kommen weitere 1000 Plätze im Umfeld. Für eine Vollauslastung des Stadions mit 15.300 Besuchern sind etwa 3.900 Stellplätze erforderlich. Dieses städtebauliche Entwicklungskonzept kostet etwa 14,4 Millionen Euro, wovon allein etwa 9,6 Millionen Euro für drei Parkhäuser angedacht sind, die komplett nur erforderlich wären, wenn man dort auch ein Messezentrum vorsähe. Mit der Aufstellung des Bebauungsplan Nr. SN 260 "Almeaue-Hoppenhof" sollen die Planungen planungsrechtlich abgesichert werden.

"Mit den jetzt beschlossenen umfangreichen Planungen haben wir die Möglichkeit, sowohl kurzfristig als auch langfristig das Stadion an diesem Standort zu sichern", so Bürgermeister Heinz Paus. Paus, der weiter intensiv die Gespräche mit den Stadionklägern führen wird, sieht realistische Chancen für eine Einigung, betont aber, dass der Rat ihm deutlich den Auftrag erteilt habe, notfalls auch ohne Vereinbarung mit ihnen das Projekt voranzutreiben.