Bauen und Wohnen
Planen, Bauen und Wohnen

Verschuldung wird nicht erhöht

Das Stadion so schnell wie möglich "ans Laufen zu bringen". Das ist auch das Ziel der Stadt Paderborn. Im jetzt vorgelegten Nachtragshaushalt hat sie ihren Finanzrahmen für das Projekt abgesteckt. Foto: Gerd Vieler
Die Stadt Paderborn wird Infrastrukturmaßnahmen für das neue Stadion nicht über neue Kredite, sondern aus der vorhandenen Rücklage finanzieren. Das schlägt die Verwaltung im jetzt vorgelegten Nachtragshaushalt vor. Darüber werden am 5. Juni der Hauptausschuss und am 12. Juni der Rat beraten und entscheiden.

In einem Pressegespräch stellten Bürgermeister Heinz Paus, Kämmerer Bernhard Hartmann sowie Kämmerei- und Steueramtsleiter Friedhelm Meyer den Nachtragshaushalt und insbesondere den Finanzrahmen für alle mit dem Stadion in Verbindung stehenden Maßnahmen vor. Der Nachtragshaushalt sieht vor, dass sich die Stadt Paderborn an den Infrastrukturmaßnahmen für das Stadion mit 7,3 Millionen Euro beteiligt. Außerdem, so der Verwaltungsvorschlag, soll der Paderborner Stadion Gesellschaft (PSG) ein Darlehn von 2,5 Millionen Euro gewährt werden. Bereits beschlossen wurde ein Zuschuss von 3,4 Millionen Euro, von dem 1,25 Millionen Euro Ende 2005 ausgezahlt worden waren, um eine Insolvenz der PSG zu verhindern.

Ein Großteil der Kosten für die städtischen Infrastrukturmaßnahmen sind nicht allein dem Stadion zuzuordnen. So könnte beispielsweise der P+R-Parkplatz Mönkeloh (1,3 Millionen Euro) in Zukunft auch für weitere Großveranstaltungen mitgenutzt werden. Die im näheren (1600) und weiteren (1300) Umfeld des Stadions geplanten Parkplätze stünden bei der Umsetzung des Masterplanes und dem darin vorgesehenen Bau einer Multifunktionshalle in unmittelbarer Nachbarschaft auch für diese Zwecke zur Verfügung.

"Wir vergessen in diesem Nachtragsetat auch die anderen Anliegen nicht", machte Bürgermeister Heinz Paus in dem Gespräch deutlich. Allein für die flächendeckende Einführung der Ganztagsgrundschulen sieht dieser Nachtrag noch einmal 1,14 Millionen Euro vor, so dass sich die Baukosten insgesamt auf mehr als 2,8 Millionen Euro belaufen werden. Für die Mehrzweckhallen in Wewer und Sande sind Planungskosten von 200.000 Euro, für die Dachsanierung des Pelizaeus-Gymnasiums 345.000 Euro vorgesehen. Zusätzlich 500.000 Euro sollen in Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen für die Paderhalle gesteckt werden, 170.000 Euro sieht dieser Nachtrag für die Sanierung der Beketalhalle vor.