Innovationspreis der Landesregierung geht mit 100 000 Euro an die Paderborner Hochschule
Uni-Erfindung macht das Telefonieren billiger
14.11.2008
Paderborner Forschungsgeist belohnt und anerkannt: Die Internet-Erfindung der Uni-Professoren Reinhold Noé (48, links) und Ulrich Rückert (51) werden mit dem Innovationspreis (100 000 Euro) des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.
Von Karl Pickhardt
Paderborn (WV). Wissenschaftler der Universität Paderborn setzen einen neuen Meilenstein in der Nachrichtentechnik. Mit kostengünstigen Mitteln kann eine Datenmenge selbst zwischen Kontinenten vervierfacht werden. Das macht Bildtelefonie oder Videoübertragung per Internet noch leistungsstärker.
Forschungsminister Andreas Pinkwart verleiht den Paderborner Spitzenforschern Reinhold Noé (49) und Ulrich Rückert (51) den mit 100 000 Euro dotierten Innovationspreis, der von der Landesregierung in diesem Jahr erstmals vergeben wird. Uni-Präsident Professor Nikolaus Risch strahlt: »Der Preis ist ein großer Erfolg und eine Bestätigung für die Innovationskraft der Region«.
Das Forscherteam um die Professoren Reinold Noé und Ulrich Rückert entwickelten in vierjähriger Forschungsarbeit im Institut für Elektro- und Informationstechnik an der Uni eine Nachrichtentechnik, die das Telefonieren mit Videotechnik deutlich kostengünstiger mache. »Dafür müssen nicht einmal neue Glasfaserkabel verlegt werden«, stellte Reinold Noé die digitale Nachrichtentechnik vor. Das wirtschaftliche Potenzial dieser Paderborner Erfindung schätzen Experten auf mehrere Milliarden Euro. Das Institut für Elektro- und Informationstechnik hat nach eigenen Angaben bereits mit zwei namhaften Telefon-Ausrüstern Verträge abgeschlossen.
Mit der Paderborner Technik kann die Datenübertragungskapazität des Internets vervielfacht werden. Den Paderborner Forschern ist es erstmals in Europa gelungen, mit jedem Lichtsignal, das über die Glasfaserkabel auf Reisen geht, vier statt bisher nur eine Informationseinheit (Bit) zu übertragen. Damit wird nicht die Geschwindigkeit, sondern die Datenmenge erhöht. Dazu sind Spezialgeräte beim Absender und beim Empfänger erforderlich, die an der Uni entwickelt wurden. Beim Empfänger werden die gebündelten Signale wieder entzerrt. »Es ist so, wenn vier Menschen zeitgleich sprechen und wir am Schluss wieder alles entmischen«, erläuterte Noé.
Der Innovationspreis an die beiden Paderborner Wissenschaftler wird am nächsten Montag in der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen.
Paderborn (WV). Wissenschaftler der Universität Paderborn setzen einen neuen Meilenstein in der Nachrichtentechnik. Mit kostengünstigen Mitteln kann eine Datenmenge selbst zwischen Kontinenten vervierfacht werden. Das macht Bildtelefonie oder Videoübertragung per Internet noch leistungsstärker.
Forschungsminister Andreas Pinkwart verleiht den Paderborner Spitzenforschern Reinhold Noé (49) und Ulrich Rückert (51) den mit 100 000 Euro dotierten Innovationspreis, der von der Landesregierung in diesem Jahr erstmals vergeben wird. Uni-Präsident Professor Nikolaus Risch strahlt: »Der Preis ist ein großer Erfolg und eine Bestätigung für die Innovationskraft der Region«.
Das Forscherteam um die Professoren Reinold Noé und Ulrich Rückert entwickelten in vierjähriger Forschungsarbeit im Institut für Elektro- und Informationstechnik an der Uni eine Nachrichtentechnik, die das Telefonieren mit Videotechnik deutlich kostengünstiger mache. »Dafür müssen nicht einmal neue Glasfaserkabel verlegt werden«, stellte Reinold Noé die digitale Nachrichtentechnik vor. Das wirtschaftliche Potenzial dieser Paderborner Erfindung schätzen Experten auf mehrere Milliarden Euro. Das Institut für Elektro- und Informationstechnik hat nach eigenen Angaben bereits mit zwei namhaften Telefon-Ausrüstern Verträge abgeschlossen.
Mit der Paderborner Technik kann die Datenübertragungskapazität des Internets vervielfacht werden. Den Paderborner Forschern ist es erstmals in Europa gelungen, mit jedem Lichtsignal, das über die Glasfaserkabel auf Reisen geht, vier statt bisher nur eine Informationseinheit (Bit) zu übertragen. Damit wird nicht die Geschwindigkeit, sondern die Datenmenge erhöht. Dazu sind Spezialgeräte beim Absender und beim Empfänger erforderlich, die an der Uni entwickelt wurden. Beim Empfänger werden die gebündelten Signale wieder entzerrt. »Es ist so, wenn vier Menschen zeitgleich sprechen und wir am Schluss wieder alles entmischen«, erläuterte Noé.
Der Innovationspreis an die beiden Paderborner Wissenschaftler wird am nächsten Montag in der Landeshauptstadt Düsseldorf verliehen.
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