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Konzertprogramm wird moderner

Berning mag's nicht nur brav

25.09.2008
Von Manfred Stienecke

Paderborn (WV). Ein Notenschlüssel als »Zielscheibe« - mit diesem Logo geht die Philharmonische Gesellschaft Paderborn in die neue Saison.

Die heimischen Konzertfreunde setzen darauf, dass auch im 21. Jahr ihrer 1988 gegründeten Musikvereinigung das Programm wieder ein Volltreffer wird. Unter der neuen Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning, der sich - wie schon sein Vorgänger Theodor Holthoff - ehrenamtlich um die Auswahl der Werke und der Ensembles kümmert und auch selbst am Dirigentenpult steht, werden wieder sechs Konzerte gespielt. Auftakt ist am Freitag, 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit), um 18 Uhr mit einem Festkonzert in der Paderhalle, bei der festliche Werke von Schumann, Mendelssohn Bartholdy und Mozart in einer Aufführung des eigenen Philharmonischen Orchesters erklingen.

»Neben einer gewissen Kontinuität ist es mir auch wichtig, neue Akzente zu setzen«, kündigte Berning bei der Vorstellung des Jahresprogramms am Mittwoch frischen Wind an. »Das bisherige Programm erschien mir etwas zu brav.«

So werde er künftig sowohl die Alte Musik als auch die Moderne stärker berücksichtigen. Zum Ausdruck kommen wird seine neue »Handschrift« bereits beim zweiten Konzert am 23. November in der Kaiserpfalz. Dann wird der junge Pianist Francesco Tristano Schlimé ein Solokonzert mit Werken moderner und avantgardistischer Musiker wie Igor Strawinsky, John Cage und Carl Craig spielen.

Die Epoche der Klassik und Romantik soll aber natürlich nicht zu kurz kommen - im Gegenteil. Weil im nächsten Jahr der 200. Todestag von Joseph Haydn und der 200. Geburtstag von Mendelssohn Bartholdy begangen werden, stehen diese beiden Komponisten auch bei Berning im Fokus, genauso wie der Barockmeister Georg Friedrich Händel, dem zum 250. Todestag das Abschlusskonzert im Juni gewidmet wird.

Von den 350 Plätzen, die normalerweise in der Paderborner Kaiserpfalz zur Verfügung stehen, sind 130 bereits durch Abonnements fest gebucht. »Wir finanzieren unsere Arbeit zu 92 Prozent aus Beiträgen, Eintrittserlösen und eingeworbenen Spendengeldern selbst«, ist der Vorsitzende der Philharmonischen Gesellschaft, Dr. Dietrich Nöcker, stolz darauf, nur eine bescheidene Förderung durch das Paderborner Kulturamt in Anspruch nehmen zu müssen.

Die aktuellen Programme der Spielzeit 2008/09 sind jetzt bei vielen Kultureinrichtungen, bei Banken und Sparkassen kostenlos erhältlich.

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