Uni-Rennauto besteht Härtetest
Paderborner Studenten schlagen sich recht tapfer am Hockenheim-Ring
13.08.08
Von Hubertus Hartmann
Paderborn (WV). Kinder dürfen weinen und wütend werden. Aber sie müssen lernen, damit umzugehen. Den Jungen und Mädchen im Kreis Paderborn helfen dabei die Kobolde Zornibold, Bibberbold, Heulibold und Freudibold.
Die drei Gesellen sind Marionetten und gehören zu dem Puppenspiel »Paula und die Kistenkobolde«, eine Geschichte über Zorn, Angst, Traurigkeit und Freude. Das Stück der Augsburger Puppenkiste ist ein wesentliches Element des Kindergartenprogramms Papilio. Es soll Kinder gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt schützen und ist gestern im Kreis Paderborn angelaufen.
Die Barmer unterstützt die Aktion landesweit mit rund einer halben Million Euro und hat die Ausbildung von Suchtberaterin Veronika Balz zur Papilio-Trainerin finanziert. »Mit Gefühlen umgehen zu lernen, ist ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zu positivem Selbstwertgefühl«, erklärt sie. Gerade im Kindergartenalter seien Kinder noch formbar. So könne man die Persönlichkeitsentwicklung fördern und Verhaltensstörungen entgegen wirken, die nach internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen der zentrale Risikofaktor für Sucht und Gewalt im Jugendalter seien. Balz: »Je früher sie positive Akzente erfahren, desto besser.«
Veronika Balz wird Erzieherinnen schulen und vor allem auch die Eltern einbeziehen. »Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt«, betonte Landrat und Schirmherr Manfred Müller beim Projektauftakt in Paderborn. Vor allem bei Familien mit Migrationshintergrund sei es schwierig, die Eltern einzubinden. »Im Kreis Paderborn gibt es allein 30 000 Spätaussiedler, und die haben, was Sozialkompetenz angeht, oft andere Vorstellungen«, so Müller.
Ca. 8000 Kinder werden in den etwa 160 Kindergärten im Kreis Paderborn betreut. 55 Einrichtungen haben ihr Interesse an dem Papilio-Projekt bekundet.
Reinhard Dierkes, Leiter der Caritas-Suchtkrankenhilfe Paderborn, sieht in Papilio vor allem eine Chance für Kinder aus sucht- und gewaltbelasteten Familien.
Statistisch werden acht Prozent aller Bundesbürger schon in der Familie mit Sucht und Gewalt konfrontiert.
Den Kindern helfen jetzt Kobolde, damit fertig und selbst anders zu werden.
Paderborn (WV). Kinder dürfen weinen und wütend werden. Aber sie müssen lernen, damit umzugehen. Den Jungen und Mädchen im Kreis Paderborn helfen dabei die Kobolde Zornibold, Bibberbold, Heulibold und Freudibold.
Die drei Gesellen sind Marionetten und gehören zu dem Puppenspiel »Paula und die Kistenkobolde«, eine Geschichte über Zorn, Angst, Traurigkeit und Freude. Das Stück der Augsburger Puppenkiste ist ein wesentliches Element des Kindergartenprogramms Papilio. Es soll Kinder gegen die Entwicklung von Sucht und Gewalt schützen und ist gestern im Kreis Paderborn angelaufen.
Die Barmer unterstützt die Aktion landesweit mit rund einer halben Million Euro und hat die Ausbildung von Suchtberaterin Veronika Balz zur Papilio-Trainerin finanziert. »Mit Gefühlen umgehen zu lernen, ist ein ganz wichtiger Schritt auf dem Weg zu positivem Selbstwertgefühl«, erklärt sie. Gerade im Kindergartenalter seien Kinder noch formbar. So könne man die Persönlichkeitsentwicklung fördern und Verhaltensstörungen entgegen wirken, die nach internationalen wissenschaftlichen Erkenntnissen der zentrale Risikofaktor für Sucht und Gewalt im Jugendalter seien. Balz: »Je früher sie positive Akzente erfahren, desto besser.«
Veronika Balz wird Erzieherinnen schulen und vor allem auch die Eltern einbeziehen. »Das ist ein ganz wesentlicher Aspekt«, betonte Landrat und Schirmherr Manfred Müller beim Projektauftakt in Paderborn. Vor allem bei Familien mit Migrationshintergrund sei es schwierig, die Eltern einzubinden. »Im Kreis Paderborn gibt es allein 30 000 Spätaussiedler, und die haben, was Sozialkompetenz angeht, oft andere Vorstellungen«, so Müller.
Ca. 8000 Kinder werden in den etwa 160 Kindergärten im Kreis Paderborn betreut. 55 Einrichtungen haben ihr Interesse an dem Papilio-Projekt bekundet.
Reinhard Dierkes, Leiter der Caritas-Suchtkrankenhilfe Paderborn, sieht in Papilio vor allem eine Chance für Kinder aus sucht- und gewaltbelasteten Familien.
Statistisch werden acht Prozent aller Bundesbürger schon in der Familie mit Sucht und Gewalt konfrontiert.
Den Kindern helfen jetzt Kobolde, damit fertig und selbst anders zu werden.
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